Genauso beliebt wie der Ringkampf sind auf Gran Canaria die Regatten der besonderen kanarischen Segelmodalität vela latina. Die Ursprünge dieser Disziplin sind nicht genau bekannt, aber diverse Forscher bestätigen, dass die Ureinwohner ihre Schiffe aus Holz erbauten. Dieser Navigationssport besteht aus Wettkämpfen mit kleinen Segelbooten, die durch ihre dreispitzigen Segel gekennzeichnet sind, welche im Verhältnis zu den Booten auffallend groß ausfallen. In der Tat beträgt die Kiellänge eines solchen Bootes 6,55 m, seine Breite erreicht 2,37 m und es kann eine Höhe von bis zu 1,35 m haben.
Im Kontrast hierzu misst ein Segel zwischen 12 und 13,5 m. Aufgrund dieses unproportionierten Verhältnisses kann solch ein Boot nur dank der Geschicklichkeit seiner Mannschaft auf Wasser gehalten werden, die Ballastsäcke hin und her bewegen muss, um das notwendige Gleichgewicht beizubehalten.
Die Regatten der kanarischen vela latina finden zwischen April und Oktober an der Küste der Hauptstadt Gran Canarias statt, da in dieser Zeit die Passatwinde am günstigsten wehen. Sowie beim Ringkampf wird auch die kanarische vela latina durch einen Verband organisiert, nämlich durch die Federación de Vela Latina Canaria. |